Grußwort Liebe Besucherinnen und Besucher,

liebe Gäste, die Jüdische Gemeinde ist in Frankfurt ein großartiger Gastgeber und bedeutender kultureller Player, der einmal jährlich beson­ders intensiv das Schlaglicht auf die Vielfalt jüdischer Kultur- bzw. Filmproduktion wirft. Mit ihrem Programm trägt die Gemeinde zu einem größeren kulturellen Verständnis und Toleranz in unserer Heimatstadt bei. Dies stärkt unsere demokratische Stadtgesell­schaft. Alle Corona-bedingten Auflagen bedenkend, haben sich die Jüdische Gemeinde und ihre Kooperationspartner für Filmerlebnisse im physischen Raum entschieden – darüber freue ich mich sehr! Die langen Monate der Einschränkungen, die wir zum Schutze aller auf uns genommen haben und noch immer nehmen, haben unser Verlangen nach Kul­tur noch verstärkt – es ist also Zeit, die Jü­dischen Filmtage zu eröffnen:
Herzlich willkommen, auch im Namen des Magistrats der Stadt Frankfurt! Lassen Sie sich in den kommenden Tagen von der Viel­falt des Programms begeistern. Allen Gästen und Beteiligten wünsche ich – in Deutschlands jüdischster Stadt – anregende Filmerlebnisse und bleibende Eindrücke.

Herzlichst
Ihr Peter Feldmann Oberbürgermeister der
Stadt Frankfurt am Main

Liebe Besucherinnen und Besucher,

liebe Freundinnen und Freunde der jüdischen Kultur, Flexibilität hat eine neue Bedeutungsebene gewonnen und die Pandemie hat auch im Kultursektor merklich Spuren hinterlassen. Der Unplanbarkeit trotzend, haben wir uns für die Ausrichtung der Jüdischen Filmtage entschieden, die wir mit Solidarität, Empa­thie und dem notwendig gewordenen Ab­stand eröffnen wollen. Sie sind in ihrer drit­ten Auflage eine filmische Ergänzung zu den Jüdischen Kulturwochen, die seit nunmehr 40 Jahren jüdisches Leben in die Stadtge­sellschaft tragen und die Verbundenheit mit der Gemeinde und unserer Stadt zeigen. Nicht möglich wäre dieses Festival ohne die Programmkinos und Kooperationspartner – allen voran das Kino des OFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, denen wir in diesem Jahr besonders danken, dass sie Raum für „jüdischen Film“ schaffen.

Wo die persönliche Begegnung fehlt, sind Klischees nicht weit gerade deshalb sehen sich die Jüdischen Filmtage als Forum, das jüdisches Leben in all seiner Lebendigkeit und Diversität sichtbar macht und für The­men aus der jüdischen Welt sensibilisieren will. So international wie Frankfurt, so inter­national sind auch die Produktionen der diesjährigen Jüdischen Filmtage, welche die Vielfalt jüdischer Lebensweise ergrün­den – in Frankfurt, Europa, Russland, Israel und anderswo. Sie erzählen vergessene Ge­schichten, blicken aus neuen Perspektiven auf gesellschaftliche Phänomene und über­zeugen mit ihrer filmischen Erzählung. Wir freuen uns auf fesselnde Spielfilme, bewe­gende Dokumentationen, Filmschaffende und Gäste aus anderen Disziplinen, die den Besucherinnen und Besuchern einen ver­tieften Einblick in aktuelle und historische jüdische Filmwelten ermöglichen. Und wieder überschreiten die Filmtage den Kinoraum: in diesem Jahr mit einer Instal­lation des Cinematographers Ivan Robles Mendoza, der das lgnatz Bubis-Gemeinde­zentrum mit einer Licht-Choreographie zum Leuchtkasten werden lässt sowie einem Open Air Stummfilm-Screening von „Der Geiger von Florenz“ mit Live-Konzert. Lassen Sie uns wieder im physischen Raum Begegnungen schaffen und in den Dialog treten. Wir freuen uns auf Sie bei den Jüdischen Filmtagen 2020! 

Dr. lna Hartwig
Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main

Marc Grünbaum
Kulturdezernent der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main