Die Kunst der Stille

Regie: Maurizius Staerkle-Drux, Deutschland/Schweiz 2021, 82 Min., englisch-französische OF mit deutschen UT, FSK 12

So., 18.09.
18:30 Uhr

Filmforum Höchst
Emmerich-Josef-Str. 46a, 65929

Karten onl.: jg-ffm.de/karten

Als tragikomischer Clown „Bip“ inspiriert der berühmte Pantomime Marcel Marceau bis heute Menschen auf der ganzen Welt. Ikonisch: Das weiße Ringelhemd, das weiß geschminkte Gesicht sowie der zerbeulte Seidenhut mit der roten Blume. Der tragische Hintergrund seiner Kunst blieb jedoch lange verborgen. Sein jüdischer Vater wurde in Auschwitz ermordet, woraufhin sich Marceau der Résistance anschloss. Mit seinem Cousin Georges Loinger schmuggelte er jüdische Kinder über die Grenze in die Schweiz. Samt Gesten und Mimen brachte er ihnen bei, in Gefahrensituationen nicht zu sprechen. Stille verhieß Überleben. Beeinflusst durch Stummfilmgrößen wie Buster Keaton und Charlie Chaplin schuf er daraus nach dem Krieg eine einzigartige Kunstform, die seine Erb*innen bis heute weiterführen. 

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